Männerkrankheit Farbfehlsichtigkeit

Die Farbfehlsichtigkeit ist eine Augenkrankheit, die auf einen Defekt oder einer Störung eines oder mehrerer Farbrezeptoren, genauer der so genannten „Zapfen“, auf der Netzhaut verursacht wird. Die medizinische Bezeichnung des Krankheitsbildes lautet „Dyschromatopsie“ oder „Dyschromasie“, häufig spricht man aber auch von „Rot-Grün-Blindheit“ oder „Rot-Grün-Sehschwäche“, da diese spezielle Form der Farbfehlsichtigkeit am häufigsten auftritt.
Es handelt um eine genetisch veranlagte Krankheit, die Männer fast zehnmal so oft trifft wie Frauen.
Das liegt daran, dass die Krankheit von der Mutter über ein rezessives X-Chromosom weitergegeben wird. Das bedeutet, dass bei Frauen sowohl der Vater als auch die Mutter das fehlerhafte Gen weitergeben müssten, bei einem männlichen Kind genügt die Mutter als Überträger. Etwa fünfzehn Prozent aller Frauen tragen ein solches Gen in sich.

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Farbfehlsichtigkeit kann auch die Folge einer Augenkrankheit sein, doch diese Fälle kommen im Vergleich zu den genetischen äußerst selten vor. Betroffen ist in Deutschland etwa jeder zehnte Mann, aber weniger als eine von hundert Frauen.

Bei einem gesunden Menschen entstehen komplexe Farbeindrücke durch die Kombination der empfangenen Informationen der drei unterschiedlichen Zapfenarten, die für jeweils andere Spektralbereiche, also Farbgebiete, des Lichts sensibilisiert sind.

Bei der Beeinträchtigung, man spricht auch von Anomalie, einer einzelnen Zapfenart ist ein Großteil der Farbpalette für den Betroffenen gut erkennbar, nur bei einzelnen Farben entstehen Unsicherheiten. In den meisten Fällen fällt dann die Unterscheidung der Farben Rot und Grün schwer. In schweren Fällen kann es vorkommen, dass einzelne Farben gar nicht, oder nur als Grau wahrgenommen werden. Ein komplettes Versagen aller drei Zapfenarten führt zu vollständiger Farbblindheit. Die Farben können dann nur Schwarz-Weiß gesehen werden.

Zur Feststellung von Farbfehlsichtigkeiten existiert eine Vielzahl verschiedener Tests, wie der „Farnsworth-Test“ oder die sehr bekannten „Ishihara-Farbtafeln“. Diese finden Sie unter sehtestbilder.de.

Farbfehlsichtige sind in ihrer Berufswahl stark eingeschränkt, da sie aufgrund ihrer Behinderung für viele Berufe keine Zulassung erhalten, allein in Deutschland mehr als einhundert. In schweren Fällen bleibt den Betroffenen sogar der Erwerb eines Führerscheins verwehrt, da sie Lichtzeichen an Ampeln und Signalschilder zu schlecht unterscheiden können.

Eine Korrektur der gestörten Farbempfindung kann über eine speziell beschichtete Korrekturbrille erfolgen, die allerdings nicht für jeden Patienten in Frage kommt. Eine Heilung einer angeborenen Farbschwäche ist nach dem heutigen Stand der Medizin nicht möglich.


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